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Fokusinterview

„Die sieben Schutzfaktoren“

Von Deutsche Diabetes-Stiftung · 2014

Älter als 45 Jahre, familiäre Veranlagung, Adipositas, Bluthochdruck, Rauchen, Fettstoffwechselstörung, koronare Herzerkrankung, Schwangerschaftsdiabetes. Prof. Dr. Rüdiger Landgraf von der Deutschen Diabetes- Stiftung kennt die Risikofaktoren für den Typ-2-Diabetes – und sieben wirksame Wege der Prävention.

Herr Prof. Landgraf, an den Risikofaktoren ‚Alter‘ und ‚genetische Veranlagung‘ lässt sich bekanntermaßen nicht rütteln.

In der Tat – mit zunehmendem Alter nehmen Stoffwechselstörungen generell zu und das bedeutet auch, dass die Blutzuckerspiegel langsam ansteigen. Die geerbte Veranlagung macht den Typ-2-Diabetes wahrscheinlicher, die anderen Risikofaktoren sind am Ausbruch der Krankheit wesentlich beteiligt, die jeder individuell reduzieren kann. Ohne Änderungen des Lebensstils geht das allerdings kaum.

Wie sehen die sieben Schutzfaktoren aus?

Die meisten Menschen mit hohem Diabetes-Risiko tragen seit Jahren zu viele Pfunde mit sich herum. Achten Sie deshalb auf eine schlanke Taille, denn ein dicker Bauch mit einem großen Taillenumfang ist ein Indikator, dass sich Fett auch um und in inneren Organen angesammelt hat. Eine Gefahr besteht dabei nicht nur für den Zuckerstoffwechsel, sondern auch für das Herz-Kreislauf-System. Bleiben Sie außerdem in Bewegung. Neben Adipositas ist Bewegungsmangel das wichtigste selbst beinflussbare Diabetes-Risiko. Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf die Wirksamkeit des Insulins aus, indem der Zucker mit geringem Insulinbedarf aus dem Blut in Leber-, Muskel- und Fettzellen eingeschleust und ‚verstoffwechselt‘ wird. Bevorzugen Sie außerdem eine leichte mediterrane Küche. Alles, was heute zu einer gesunden Ernährung gehört, eignet sich sowohl für Menschen mit Diabetes als auch zur Prävention.

Fehlen noch die Schutzfaktoren vier, fünf, sechs und sieben …

Verbannen Sie Soft- Drinks, die flüssigen Zuckerberge, von Ihrem Speiseplan. Auch die Light-Versionen mit Süßstoff von Cola, Limo und Fruchtsaft-Getränken stehen im Verdacht, das Diabetes- Risiko zu erhöhen. Der gesündeste Durstlöscher ist frisches Wasser. Was viele nicht vermuten: Schlafmangel oder gestörter Schlaf gelten als eigenständiger Risikofaktor. Guter Schlaf ist daher eine weitere wirksame Maßnahme zur Prävention. Entspannte Gefäße sind ebenfalls als Schutzfaktor zu nennen, da ein ganz wichtiger Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Diabetes besteht. Fast 90 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes leiden gleichzeitig an Bluthochdruck. Die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen der Nieren und der Beine), liegt für Sie vielfach höher als für Menschen ohne Diabetes. Und – last but not least – sollte man dauerhaft auf Nikotin verzichten. Möglicherweise führen Substanzen aus dem Tabakrauch zu unterschwelligen Entzündungen in wichtigen Organen (nicht nur der Lunge), die Arteriosklerose und die Krebsentstehung fördern.

Kontakt

Deutsche Diabetes-Stiftung
Staffelseestr. 6
81477 München
E-Mail: info@diabetesstiftung.de
Web: www.diabetesstiftung.de/

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