Sport

Bewegung senkt den Blutzucker

Von Gabriele Hellwig · 2014

 Ein Fahrradfahrer tritt in die Pedale

Durch körperliche Bewegung tritt Glukose aus dem Blut in den Muskel und der Blutzucker sinkt – dadurch wird weniger Insulin benötigt. Besonders gesund sind Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Schwimmen oder Radfahren. Der sportliche (Wieder-) Einstieg sollte unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Sport ist für Diabetiker besonders wichtig, Gründe gibt es dafür mehr als genug: So senkt Sport auf natürlich Weise den Blutzucker, da durch die Bewegung Energie verbraucht wird. Ein Großteil dieser Energie wird durch Traubenzucker bereitgestellt. Wird überschüssige Glukose aus dem Blut durch Bewegung verbraucht, sinkt der Blutzuckerspiegel. Wer sich regelmäßig bewegt, steigert auch die Sensibilität der Körperzellen. Dadurch reagieren die Zellen auf das vorhandene Insulin wieder besser. Regelmäßige Bewegung stärkt außerdem die vorhandene Muskulatur und baut neue Muskeln auf. Das ist für Diabetiker deswegen gut, weil Muskeln Energie verbrauchen – übrigens auch, wenn man sich gerade nicht bewegt. Das Herz profitiert ebenfalls von Bewegung: es schlägt kräftiger und ruhiger. Somit kann Gefäßverkalkungen und hohem Blutdruck vorgebeugt werden. Experten empfehlen Diabetikern dreimal wöchentlich 30 Minuten Sport zu treiben. Wer nach der Diagnose nach langer Pause erst wieder mit dem Training beginnt, sollte sich beim Arzt durchchecken lassen. Der Arzt wird vor allem prüfen, ob das Herz der geplanten Belastung gewachsen ist und wird in der Regel ein Belastungs-ekg durchführen. Keine Angst: Kleine Gesundheitseinbußen bedeuten nicht gleich ein Sportverbot. Gegebenenfalls erhält der Patient besondere Ratschläge für das Training oder er muss zum Beispiel Medikamente nehmen.

Das Training sollte langsam gesteigert werden

Gute Sportarten für Diabetiker sind vor allem Schwimmen, Walken oder Fahrradfahren. Schwimmen eignet sich auch bei Übergewicht und Gelenkbeschwerden. Bei Problemen mit der Wirbelsäule ist Rückenschwimmen die ideale Technik. Weil beim Radfahren das meiste Gewicht auf dem Sattel lastet, eignet es sich auch für Übergewichtige und Menschen mit Gelenkproblemen. Bei Kniebeschwerden ist Vorsicht geboten: fürs Joggen sollten die Gelenke und Füße gesund sein. Bei starkem Übergewicht sowie Gelenkproblemen ist daher Walking besser geeignet. Wichtig: Diabetiker sollten ihren Blutzucker beim Sport regelmäßig messen. Denn während oder nach dem Sport kann es zu kurzfristigen starken Blutzuckerabsenkungen kommen – wodurch eine Unterzuckerung droht. Mögliche Warnzeichen für eine Unterzuckerung wie Schwitzen und Herzjagen werden von Diabetikern oft als Folgen der körperlichen Anstrengung fehlgedeutet. Tipp: Nach etwa einer halben Stunde sollte man zum ersten Mal den Blutzuckerwert messen. Pfiffig ist, wer auch im Alltag mehr Bewegung einbaut. Zum Beispiel kann man kürzere Wege zu Fuß gehen, statt immer mit dem Auto zu fahren. Oder man steigt bei schönem Wetter auf dem Weg zur Arbeit eine Bushaltestelle früher aus und läuft das letzte Stück. Abends auf dem Rückweg bietet sich das Gleiche an. Fahrstühle sollte man möglichst selten benutzen, regelmäßiges Treppensteigen verbraucht ganz ohne Trainingsaufwand Kalorien – und ist ohnehin gesünder.

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